Montag, 7. Dezember 2009

Río Dulce, Guatemala

Vom Lago Izabal, dem größten See Guatemalas zur karibischen Küste fließt der rund 40 km lange Río Dulce mit kaum merkbarer Strömung.

Dichter Urwald umsäumt den "süßen Fluß", Schildkröten finden auf Seerosen einen Platz in der Tropensonne, spanische Festungen zeugen von Piratenangriffen und Fischer gehen in einfachen Booten ihrer Arbeit nach. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Auf einer Bootstour lässt sich die Artenvielfalt dieses Naturreservats entdecken, man kann im im warmen Wasser des Flusses baden, das aus unterseeischen heißen Quellen strömt und die Festung San Felipe besuchen. Ausgangspunkt für eine Reise auf dem Río Dulce ist die Brücke zur Straße in den Petén, so kann man dieses lohnende Ziel von Tikal kommend (oder dorthin reisend) ansteuern. An der Mündung des Río Dulce liegt Livingston. Die Kleinstadt ist gewissermaßen der karibische Gegenpol zum Mayahochland. Hierhin verschlug es vor Jahrhunderten flüchtige Sklaven, die vormals auf der Karibikinsel St. Vincent siedelten. Die Garifuna, wie sie sich selbst nennen sprechen eine eigene Kreolsprache und leben kulturell eigenständig als Fischer, in der Landwirtschaft oder vom zunehmenden Tourismus. Hier geht alles etwas entspannter vor sich. Allzu viel Bewegung sollte man sich im schwülen Klima ohnehin nicht zumuten. Livingston hat einige mit Palmen gesäumte Sandstrände, jedoch gibt es leidlich schönere und das bringt das ruhige flache Wasser bringt zudem kaum Abkühlung. Vor einiger Zeit warnte das Auswärtige Amt vor Reisen in die Region wegen Unruhen. In jedem Fall scheint es ratsam sich ortskundigen Reiseveranstaltern anzuvertrauen, die gegebenenfalls das Programm umstellen können. Empfehlenswerter als eine Unterkunft in Livingston sind die Lodges, wie z.B. die Hacienda Tijax Jungle Lodge & Marina am Ufer des Río Dulce.

Freitag, 4. September 2009

Antigua

Antigua Guatemala, eigentlich La Muy Noble y Leal Ciudad de Santiago de los Caballeros de Guatemala ist die alte Hauptstadt Guatemalas und der heute angrenzenden Republiken. Sie war von 1543 bis 1773 Hauptstadt, sowie wissenschaftliches und kulturelles Zentrum von ganz Zentralamerika. Wegen seiner vielen Kirchen, Kapellen und Konvente wird sie auch das Kloster Lateinamerikas genannt. Nach vielen verheerenden Erdbeben wurde der Regierungssitz im Jahr 1773 in das heutige 50km entfernte Guatemala-Stadt verlegt, das heute auch Hauptstadt der Republik Guatemala ist. In heutiger Zeit ist Antigua ein beliebtes Ziel für Guatemala-Reisen. Auf ihren Kopfsteinpflastergassen mit den geduckten bunten Häuschen im Kolonialstil, den großzügigen Plätzen und schattigen, grünen Parks taucht man schnell in die Atmosphäre der Kolonialzeit ein. Indigene Frauen verkaufen unaufdringlich Kunsthandwerk und die vielen teils zerstörten, teils erhaltenen Sakralbauten laden zum Bummel durch eine längst vergangene Zeit ein. 1979 wurde Antigua zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.
Doch die Stadt bietet auch landschaftliche Reize. Sie liegt zu Füßen des Vulkans Agua, der sich mächtig als perfekter Kegel mit bewaldeten Flanken über der Stadt erhebt. Vom Aussichtspunkt Cerro de la Cruz hat man eine wunderschönen Ausblick auf die Stadt. Man sollte sich wegen zahlreicher Überfälle in der Vergangenheit allerdings nur mit der Touristenpolizei hierher begeben. Diese organisiert zweimal täglich Führungen. Die Vulkane der Umgebung lassen sich auch besteigen. Insbesondere der noch aktive Fuego ist lohnend.
Um Antigua herum liegen einige Dörfer, die sich mit dem Chicken-Bus, dem Beförderungsmittel des einfachen Volkes, erreichen lassen. Allein die Fahrten zwischen allerhand (Lebend-)Waren, die vom und zum Markt getragen werden, sind ein Erlebnis. Der umsichtige Traveller ist in Antigua gut aufgehoben, was leider nicht für alle Gegenden Guatemalas gilt. Der kleinen Stadt mit nur rund 35000 Einwohnern sollte man der Metropole Guatemala-Stadt auch bei der Durchreise den Vorzug geben. Drei bis vier Tage sollte man auf einer Guatemala-Rundreise schon einplanen. Hotels im Mittelklassebereich besser vorreservieren. Aktivitäten lassen sich auch vor Ort auf eigene Faust unternehmen oder bei der deutschen Agentur Mundo Guatemala buchen.

Freitag, 24. Juli 2009

Buenos Aires - Hauptstadt des Tango, Argentinien


Tango tanzen ist längst ein Trend in Berlin und anderen europäischen Metropolen. Wer dieser Tage in lauen Sommernächten elegante Linien auf die Parketts am Spreeufer zeichnet, dem muss vor dem kommenden Winter nicht bange sein. Denn bekanntlich herrscht im Mutterland des Tango, in Argentinien, dann Sommer. Und Tango Reisen erobern derzeit ihren festen Platz unter den Argentinien Reisen. Im Programm des Reiseveranstalters América Andina stehen neben Tangokursen unter Anleitung von professionellen Tangeros, auchTangoshows und allabendlichen Tanzvergnügen in den Milongas. Der Anbieter für Südamerika Reisen bietet dabei auch Einblicke in den Alltag der leidenschaftlich- melancholischen Hauptstadt des Tango - Buenos Aires.
Ein Besuch der Stadtviertel San Telmo und La Boca, wo einst zwischen bunten Häusern der Tango entstand, gehört dabei ebenso zum Programm wie ein Besuch des Grabes von Evita Peron oder die Besichtgung der Casa Rosa, garniert mit typisch argentinischer Küche. Die Highlights einer Tango Reise in Argentinien sind aber gewiss die Milongas, darunter so bekannte wie La Ideal, Sunderland Club, El Desnivel, El Beso oder der Salón Canning. Hier kommt man den Einheimischen buchstäblich ganz nahe. Der Reiseveranstalter aus Münster bietet die neuntägige Reise ohne Flug ab 1000 € an und steht auch bei Verlängerungsprogrammen mit vielen Reisebausteinen als Ansprechpartner bereit.

Freitag, 3. Juli 2009

Santiago de Chile, Chile

Chile-Reisen beginnen für gewöhnlich in der Hauptstadt des Andenstaates. Hier liegt etwas außerhalb der Internationale Flughafen von Santiago de Chile. Von Europa aus überfliegt man kurz vor der Landung die Andenkette mit den schneebedeckten Gipfeln, die von Santiago gut sichtbar im Hintergrund der Metropole erhebt. Die Einfahrt in die Hauptstadt gestaltet sich südamerikanisch-chaotisch, Verkehrsregeln scheinen nicht das Ding der Chilenen zu sein. Es ist laut, es wird gehupt, und die Straßenmarkierungen dienen bestenfalls als Orientierungshilfe. Dass Santiago de Chile zu den europäisch geprägten städten zählen soll, will sich auf den ersten Blick jedenfalls nicht erschließen.
Eine Stadtrundfahrt lohnt sich in Chiles Hauptstadt jedoch allemal, und diese kann man nicht nur bei einem der zahlreichen Veranstalter für Chile-Reisen buchen, sondern auch selbst auf sehr ökologische Art mit der U-Bahn unternehmen. Auf schnelle und bequeme Weise verbindet sie die Sehenswürdigkeiten der Stadt: Die Plaza de Armas, die Kathedrale, das Künstlerviertel Bellavista und zum krönenden Abschluss die Fahrt mit der Seilbahn hinauf zum Hügel San Cristóbal Berg. Von dort lässt sich bei der Abenddämmerung ein herrliches Panorama auf die Andenkulisse im Hintergrund der Skyline genießen.

Freitag, 26. Juni 2009

San Pedro de Atacama, Chile

Chile besitzt sonderbare Orte. Zu diesen zählt zweifellos San Pedro de Atacama. Das Dorf liegt in einer Oase inmitten der trockensten Wüste der Welt, umgeben von einer Mondlandschaft und einem der schillerndsten Salzseen der Welt. Noch vor wenigen Jahren war San Pedro ein gottverlassenes Nest irgendwo in der Wüste im Norden Chiles, gerade einmal 5000 Einwohner zählend. Heute ist San Pedro ein kosmopolitischer Treffpunkt für Touristen, Aussteiger, Freaks und Glücksritter. Doch die Geschichte San Pedros reicht viel weiter zurück. Totenstätten mit Mumien und Grabbeigaben zeugen von der Jahrtausende zurückreichenden Siedlungsgeschichte an dieser Stelle. Die Lebensbedingungen der Oasen machten kleinräumigen Terrassenbau erforderlich und führten vor 11000 Jahren zu einer der ersten sesshaften Kulturen auf dem Gebiet Chiles. Über die Atacameño-Kultur informiert im Ort das archäologische Museum, das von dem belgischen Pater Le Paige erbaut wurde. Bis vor kurzem stellte es noch Mumien aus, welche auf Bitten der heutigen Atacameños entfernt wurden.
San Pedro de Atacama ist Ausgangsort für zahlreiche lohnende Exkursionen in der Umgebung. Die bekanntesten sind der Salar de Atacama, an dem auch Flamingos beobachtet werden können, die Geysire von El Tatio, die besonders im Morgengrauen unwirkliche Fontänen heißen Dampfs in die frostige Luft schießen und das Mondtal, eine bizarre leblos scheinende Landschaft aus Felsen und Dünen.

San Pedro de Atacama kann ganzjährig gut auf eigene Faust besucht werden, lediglich der Februar hält einige Regentage bereit. Zahlreiche Reiseveranstalter halten vor Ort Ausschau nach Kunden für die Trips in das Umland. 3-4 Tage sollte man auf seiner Chile-Reise auf jeden Fall hier einplanen. Einwöchige Pakete kosten ca. 500 €. Ein vorzeitige Reservierung ist sinnvoll, um günstige Flüge von Santiago nach Calama zu sichern.