
Dichter Urwald umsäumt den "süßen Fluß", Schildkröten finden auf Seerosen einen Platz in der Tropensonne, spanische Festungen zeugen von Piratenangriffen und Fischer gehen in einfachen Booten ihrer Arbeit nach. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Auf einer Bootstour lässt sich die Artenvielfalt dieses Naturreservats entdecken, man kann im im warmen Wasser des Flusses baden, das aus unterseeischen heißen Quellen strömt und die Festung San Felipe besuchen. Ausgangspunkt für eine Reise auf dem Río Dulce ist die Brücke zur Straße in den Petén, so kann man dieses lohnende Ziel von Tikal kommend (oder dorthin reisend) ansteuern. An der Mündung des Río Dulce liegt Livingston. Die Kleinstadt ist gewissermaßen der karibische Gegenpol zum Mayahochland. Hierhin verschlug es vor Jahrhunderten flüchtige Sklaven, die vormals auf der Karibikinsel St. Vincent siedelten. Die Garifuna, wie sie sich selbst nennen sprechen eine eigene Kreolsprache und leben kulturell eigenständig als Fischer, in der Landwirtschaft oder vom zunehmenden Tourismus. Hier geht alles etwas entspannter vor sich. Allzu viel Bewegung sollte man sich im schwülen Klima ohnehin nicht zumuten. Livingston hat einige mit Palmen gesäumte Sandstrände, jedoch gibt es leidlich schönere und das bringt das ruhige flache Wasser bringt zudem kaum Abkühlung. Vor einiger Zeit warnte das Auswärtige Amt vor Reisen in die Region wegen Unruhen. In jedem Fall scheint es ratsam sich ortskundigen Reiseveranstaltern anzuvertrauen, die gegebenenfalls das Programm umstellen können. Empfehlenswerter als eine Unterkunft in Livingston sind die Lodges, wie z.B. die Hacienda Tijax Jungle Lodge & Marina am Ufer des Río Dulce.
Jahren zu einer der ersten sesshaften Kulturen auf dem Gebiet Chiles. Über die Atacameño-Kultur informiert im Ort das archäologische Museum, das von dem belgischen Pater Le Paige erbaut wurde. Bis vor kurzem stellte es noch Mumien aus, welche auf Bitten der heutigen Atacameños entfernt wurden.